Es spuckt
Wilhelm Busch (1832-1908)
Abends, wenn die Heimchen singen,
Wenn die Lampe düster schwelt,
höre ich gerne von Spukedingen,
Was die Tante mir erzählt.
Wie es klopfte in den Wänden,
Wie der alte Schrank geknackt,
wie es einst mit kalten Händen
Mutters Urschel angepackt.
Wie man oft ein leises Jammern
grad um Mitternacht gehört.
Oben in den Bodenkammern
Scheint mir höchst bemerkenswert.
Doch erzählt sie gar das Märchen
von dem Geiste ohne Kopf
Dann erhebt sich jedes Härchen
Schaudervoll in meinem Schopf.
Und ich kann es nicht verneinen,
daß es böse Geister gibt,
denn ich habe selber einen,
der schon manchen Streich verübt.
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